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KI-Begriffe, verständlich erklärt.

Man muss nicht jede Abkürzung kennen, um gute Fragen zu stellen. Hier finden Sie die Begriffe hinter KI im Unternehmen – mit verständlichen Definitionen, konkretem Bezug zum Alltag und ausgewählten Originalquellen.

„Was gilt bei uns
für die Projektübergabe?“

  1. Eine Frage stellenPrompt: die Eingabe
  2. Passende Stellen findenRAG: Quellen als Kontext
  3. Eine Antwort formulierenLLM: das Sprachmodell
ACDEFGHKLMOPRSTVWZ

28 von 28 Begriffen

Erklärt von Aidea Software Solutions GmbH.
Inhaltlich geprüft am 8. September 2026.

A

API

#

Eine API (Programmierschnittstelle) beschreibt, wie Softwarefunktionen oder Daten von anderen Anwendungen genutzt werden können. Sie legt Anfragen, Antworten und häufig auch Zugriffsregeln fest. Über APIs lassen sich beispielsweise ein KI-Assistent und ein bestehendes Unternehmenssystem verbinden.

AVV

#

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag eines Verantwortlichen. Artikel 28 DSGVO verlangt dafür einen Vertrag oder ein anderes geeignetes Rechtsinstrument mit festgelegten Pflichten. Ob ein KI-Anbieter Auftragsverarbeiter ist, hängt von seiner tatsächlichen Rolle ab.

Originalquelle: EDPB: Verantwortliche und Auftragsverarbeiter

Sicherheit und Datenwege

C

Chatbot

#

Ein Chatbot ist ein Programm, das über Text- oder Sprachnachrichten mit Menschen interagiert und dabei häufig auf einem Sprachmodell basiert. Einfache Varianten folgen festen Skripten, moderne KI-Chatbots verstehen freie Formulierungen und formulieren eigenständig Antworten. Im Unternehmenseinsatz beantworten sie etwa Kundenanfragen oder interne Fragen zu Dokumenten.

Aufgaben für KI entdecken

D

DSGVO

#

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt den Schutz personenbezogener Daten in der EU. Zu ihren Grundsätzen gehören eine rechtmäßige, zweckgebundene und angemessen abgesicherte Verarbeitung. Für KI-Anwendungen sind unter anderem Datenkategorien, Rechtsgrundlage, Zugriffe, Aufbewahrung und die Rechte betroffener Personen zu klären.

Welche Daten dürfen in die KI?

E

Embedding

#

Ein Embedding stellt Text, Bilder oder andere Inhalte als Zahlenvektor dar. Ein Modell kann damit Ähnlichkeiten zwischen Inhalten abbilden, auch wenn nicht dieselben Wörter vorkommen. Embeddings werden unter anderem für die semantische Suche genutzt; sie sind kein Beleg dafür, dass ein Suchtreffer sachlich richtig ist.

EU AI Act

#

Der EU AI Act ist die europäische KI-Verordnung. Sie enthält Verbote bestimmter Praktiken sowie unterschiedliche Pflichten je nach Einsatz, Risikoeinstufung und Rolle eines Unternehmens. Dazu können Transparenz, Dokumentation, menschliche Aufsicht und KI-Kompetenz gehören. Welche Vorschriften und Fristen gelten, muss am konkreten Anwendungsfall geprüft werden.

Originalquelle: Europäische Kommission: AI Act

Sicherheit und Datenwege

EU-Hosting

#

EU-Hosting bezeichnet den Betrieb von Diensten oder die Speicherung von Daten an Standorten innerhalb der Europäischen Union. Der Standort allein schließt Zugriffe oder Verarbeitung außerhalb der EU nicht aus. Deshalb müssen auch Modellanbieter, Unterauftragnehmer, Fernzugriffe und vertragliche Regelungen geprüft werden.

Originalquelle: EDPB: Internationale Datenübermittlungen

Sicherheit und Datenwege

F

Fine-Tuning

#

Beim Fine-Tuning wird ein bereits trainiertes KI-Modell mit zusätzlichen Beispielen weiter trainiert. Das kann sein Verhalten bei bestimmten Aufgaben oder Ausgabeformaten anpassen. Ob es gegenüber guten Anweisungen oder einer Quellenanbindung Vorteile bringt, sollte mit passenden Testfällen geprüft werden.

KI im Workshop erproben

G

Guardrails

#

Guardrails sind technische und organisatorische Schutzmaßnahmen für ein KI-System. Dazu gehören begrenzte Werkzeugrechte, Ausgabeprüfungen, Filter und verpflichtende menschliche Freigaben. Sie können Risiken verringern, verhindern aber weder jeden Fehler noch jeden unerwünschten Zugriff. Ihre Wirkung muss getestet und im Betrieb beobachtet werden.

Sicherheit und Datenwege

H

Halluzination

#

Als Halluzination bezeichnet man eine KI-Ausgabe, die plausibel wirkt, aber sachlich falsch oder unbelegt ist. Auch ein Modell mit Quellenzugriff kann Inhalte falsch zuordnen oder daraus unzutreffende Schlüsse ziehen. Quellenprüfung, passende Tests und menschliche Kontrolle bleiben deshalb wichtig.

K

KI-Agent

#

Ein KI-Agent kann ein Ziel über mehrere Schritte mit Werkzeugen bearbeiten, etwa Informationen abrufen und einen Vorgang vorbereiten. Welche Aktionen er ausführen darf, legt die Anwendung fest. Schreibzugriffe, Fehlerbehandlung, Protokollierung und menschliche Freigaben sollten bewusst gestaltet werden.

Aufgaben für KI entdecken

KI-Assistent

#

Ein KI-Assistent unterstützt Menschen bei Aufgaben wie Textentwürfen, Zusammenfassungen oder der Suche in Unterlagen. Im Unternehmenseinsatz verbindet er eine Aufgabe mit passenden Quellen und Werkzeugen. Verantwortung und Prüfschritte müssen zum Ergebnis passen: Ein Entwurf ist noch keine freigegebene Entscheidung.

KI-Richtlinie

#

Eine KI-Richtlinie legt im Unternehmen fest, welche KI-Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten verwendet werden dürfen und wer Ergebnisse prüft. Sie gibt Mitarbeitenden Orientierung und beschreibt Zuständigkeiten sowie den Umgang mit Fehlern. Eine Richtlinie ergänzt die praktische Einweisung und die Prüfung des konkreten Einsatzes.

KI im Workshop erproben

Kontextfenster

#

Das Kontextfenster ist die Textmenge, die ein Sprachmodell in einer einzelnen Anfrage gleichzeitig „im Blick“ behalten kann — gemessen in Token. Ist ein Dokument größer als das Kontextfenster, muss es aufgeteilt oder über eine Wissensdatenbank gezielt durchsucht werden. Größere Kontextfenster erlauben längere Gespräche und umfangreichere Dokumente in einer Anfrage.

L

LLM

#

LLM steht für Large Language Model, also großes Sprachmodell. Ein solches Modell verarbeitet und erzeugt Sprache anhand erlernter Muster und des mitgegebenen Kontexts. Es kann Texte formulieren, zusammenfassen und weitere Aufgaben unterstützen, liefert aber auch fehlerhafte oder unbelegte Antworten.

Die drei KI-Wege vergleichen

M

Multi-Agenten-System

#

Ein Multi-Agenten-System besteht aus mehreren spezialisierten KI-Agenten, die arbeitsteilig an einer komplexeren Aufgabe zusammenarbeiten — etwa ein Agent für Recherche, einer für Textentwurf und einer für Qualitätsprüfung. Die Aufteilung macht einzelne Schritte überschaubarer und leichter kontrollierbar als ein einzelner, alles erledigender Agent. Die Koordination zwischen den Agenten erfordert allerdings zusätzliche Sorgfalt bei Protokollierung und Fehlerbehandlung.

Aufgaben für KI entdecken

O

On-Premise

#

On-Premise bezeichnet den Betrieb einer Software auf der eigenen Infrastruktur. Ob dabei Daten die Umgebung verlassen, hängt von angebundenen Modellen, Diensten, Fernzugriffen und Einstellungen ab. Eigener Betrieb erfordert Zuständigkeiten für Rechenleistung, Updates, Zugriffsschutz und Wartung.

Die drei KI-Wege vergleichen

Open-Source-Modell

#

Ein Open-Source-Modell muss mehr bieten als öffentlich herunterladbare Gewichte. Die Open Source Initiative beschreibt Freiheiten zur Nutzung, Untersuchung, Änderung und Weitergabe sowie den nötigen Zugang zu Code, Parametern und Informationen über Trainingsdaten. Bei sogenannten Open-Weight-Modellen können Lizenz und verfügbare Bestandteile diese Anforderungen verfehlen.

Originalquelle: Open Source Initiative: Open Source AI Definition

Die drei KI-Wege vergleichen

P

Prompt

#

Ein Prompt ist die Eingabe oder Anweisung, die einem KI-Modell übergeben wird, um eine bestimmte Antwort zu erhalten. Die Formulierung — Kontext, Beispiele, gewünschtes Format — beeinflusst die Qualität der Antwort erheblich. Gute Prompts sind konkret, geben den Rahmen vor und benennen, was die Antwort leisten soll.

KI im Workshop erproben

R

RAG

#

RAG (Retrieval-Augmented Generation) ergänzt ein Sprachmodell um zuvor gesuchte Informationen, etwa passende Abschnitte aus Unternehmensdokumenten. Diese Fundstellen werden mit der Frage als Kontext übergeben. Antworten können dadurch Quellen angeben; ob Suche und Antwort tatsächlich zur Frage passen, muss weiterhin geprüft werden.

Originalquelle: Microsoft Learn: Retrieval-Augmented Generation

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S

Schatten-KI

#

Schatten-KI bezeichnet die Nutzung von KI-Werkzeugen außerhalb der im Unternehmen freigegebenen Systeme. Dadurch können Daten in Dienste gelangen, deren Zugriffe und Verarbeitungsbedingungen nicht geprüft wurden. Klare Regeln, zugängliche Alternativen und Schulung helfen, diesen unkontrollierten Einsatz zu reduzieren.

Den eigenen Ausgangspunkt einschätzen

Systemprompt

#

Ein Systemprompt gibt einem KI-Modell grundlegende Anweisungen zu seiner Rolle, Arbeitsweise und den gewünschten Grenzen. Er ist Teil der Anwendungskonfiguration und ergänzt die eigentliche Nutzeranfrage. Anweisungen allein ersetzen keine technisch durchgesetzten Zugriffsrechte oder Ergebnisprüfungen.

T

Token

#

Ein Token ist eine Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells; bei Text kann es ein Wortteil, ein Wort oder ein Zeichen sein. Kontextlängen und viele nutzungsabhängige Modellpreise werden in Token angegeben. Die Aufteilung hängt vom jeweiligen Modell und vom Inhalt ab.

Mit eigenen Annahmen rechnen

TOMs

#

TOMs sind technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten, etwa Zugriffsbeschränkungen, Verschlüsselung, Wiederherstellung und geregelte Zuständigkeiten. Welche Maßnahmen angemessen sind, hängt unter anderem von Art und Risiko der Verarbeitung ab. Die Maßnahmen müssen umgesetzt, dokumentiert und überprüft werden.

Sicherheit und Datenwege

V

Vektordatenbank

#

Eine Vektordatenbank speichert und durchsucht Zahlenvektoren, etwa Embeddings von Dokumentabschnitten. Sie ist eine mögliche Komponente für semantische Suche. RAG kann auch andere Suchindizes nutzen; hybride Verfahren kombinieren beispielsweise Vektor- und Stichwortsuche.

Originalquelle: Microsoft Learn: Hybride Suche

W

Wissensdatenbank

#

Eine Wissensdatenbank bündelt Dokumente, Richtlinien und weiteres Wissen an einem durchsuchbaren Ort. Ein KI-System kann daraus Kontext für unternehmensspezifische Antworten beziehen. Quellenqualität, Aktualität, Zugriffsrechte und Ergebnisprüfung beeinflussen, wie brauchbar diese Antworten sind.

Aufgaben für KI entdecken

Workflow-Automatisierung

#

Workflow-Automatisierung verbindet wiederkehrende Arbeitsschritte nach definierten Regeln, etwa Eingang, Prüfung, Vorbereitung und Übergabe eines Vorgangs. Einzelne Schritte können mit KI arbeiten, andere mit festen Regeln. Menschliche Prüfungen und Freigaben können ausdrücklich Teil des automatisierten Ablaufs sein.

Aufgaben für KI entdecken

Z

Zero Data Retention

#

Zero Data Retention bezeichnet eine anbieter- und funktionsabhängige Einstellung zur Aufbewahrung von Anfragen und Antworten. Welche Inhalte nicht gespeichert werden und welche Ausnahmen gelten, ergibt sich aus den konkreten Bedingungen. Datenspeicherung und die Nutzung für Modelltraining sind getrennte Fragen.

Originalquelle: OpenAI: Aufbewahrung und Geschäftsdaten

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